Die 3 Szenarien: Währungsreform, Steuern, Inflation

Nur so kann der Staat seine Schulden begleichen!

Im Grunde gibt es nur drei Möglichkeiten, wie ein Staat seine Schulden beseitigen und einen kompletten Staatsbankrott verhindern kann. Die Kosten dafür bezahlt in jedem Fall der Bürger.

Die 3 Möglichen Szenarien sind:

Szenario 1: Der Schuldenschnitt

Der Staat streicht einfach seine Schulden, die er im Ausland gemacht hat. Dieses Szenario wird gerade in Griechenland angewendet. Verlierer sind hier eindeutig diejenigen, die Kapital in griechische Staatsanleihen investiert haben. Die sind nämlich nichts mehr wert.

Szenario 2: Entschuldung des Staates durch Steuererhöhungen

Auch hier zahlt wieder der Bürger die Zeche, denn es ist sein Geld, mit dem der Staat versucht, seine Schulden ab zu bezahlen und eine mögliche Währungsreform zu verhindern.

Szenario 3: Entschuldung durch Inflation

Dieses Szenario funktioniert nur bei Staaten, die über eine eigene landeseigene Währung verfügen. Dann kann man Geld in beliebiger Höhe nachdrucken und in Umlauf bringen. Die Folge ist eine ständige Abwertung der eigenen Währung, wie es vor der Währungsreform 1948 der Fall war.

Die letzte Variante endet mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Währungsreform. Das führt dazu, dass der Bürger sein angespartes Kapital zum größten Teil verliert, weil es schlicht und einfach komplett entwertet wird.

Sie hat aber auch einen ganz entscheidenden Vorteil: Es besteht die Chance, eine komplett neue funktionierende Volkswirtschaft aufzubauen. Dass das funktioniert, hat Deutschland nach der Währungsreform 1948 eindeutig bewiesen.

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Hat die Gemeinschaftswährung „Euro“ überhaupt eine Chance?

Der Euro hatte von Anfang an keine Chance – das sagen zumindest die Finanzmarkt-Experten. Das Hauptproblem, mit dem der Euro eigentlich schon seit seiner Einführung kämpft, ist die massive Überschuldung des gesamten weltweiten Staatssystems.

Europa hat sich allerdings noch ein zweites Problem geschaffen. Die Einführung einer Gemeinschaftswährung, die nicht einhergeht mit einer gemeinsamen Finanz- und Steuerpolitik der beteiligten Länder, kann so nicht funktionieren. Für den einen Staat ist die Währung zu schwach, für andere viel zu stark. Im Grunde wird den einzelnen Mitgliedsländern die Eigenverantwortlichkeit für ihre Wirtschaft damit unmöglich gemacht.

Eine Währungsreform – in welcher Form auch immer – könnte dieses Problem lösen. Das wissen inzwischen auch die Politiker. Da der Begriff „Währungsreform“ beim Bürger aber negativ behaftet ist, spricht niemand so etwas wirklich deutlich aus.

Fazit

Die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der verschiedenen Mitgliedsländer der Währungsunion kann vom ökonomischen Blickwinkel nur einen Schluss zulassen. Märkte kann man nur zeitlich begrenzt manipulieren. Langfristig werden sich immer die Märkte durchsetzen. Und der Markt hat sich schon längst gegen den Euro entschieden. Das sieht man daran, dass in vielen Staaten Staatsanleihen ohne die Hilfe der EZB schon lange nicht mehr zu einem vernünftigen Zinssatz platziert werden können. So wird die Gemeinschaftswährung künstlich am Leben gehalten. Wenn sich aber der Markt durchsetzt, kommt der Crash!

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