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Die besten Tage für Silber sind in Sichtweite

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Anfang Februar stand Silber im Rampenlicht der Medien, nachdem sich die „WallStreetBets“-Gruppierung auf der Internetseite „Reddit“ zum Kauf von Silber verabredet hatte. Beachtung fand dies vor allem deshalb, weil diese vielen Kleinanleger in den Tagen vorher, die GameStop-Aktie gekauft und dadurch den Aktienkurs in ungeahnte Höhen getrieben hatten.

1. Die Aufmerksamkeit für Silber steigt

Diese Gruppierung besteht aus etwa 7,4 Millionen Interessenten und wenn sich viele von ihnen zu Börsenhandlungen animieren lassen, ist deren Marktmacht in bestimmten Segmenten spürbar.

Die GameStop-Aktie stieg in kurzer Zeit von rund 3 Dollar auf über 400 Dollar, weil einige Hedgefonds diese Aktie „leerverkauft“ hatten. Ein Leerverkäufer ist jemand, der sich Aktien von anderen leiht, diese Aktien anschließend verkauft und die Hoffnung hat, dass es ihm gelingen wird, die verkauften Aktien zu einem tieferen Kurs zurückkaufen zu können. Abschließend gibt er die ursprünglich geliehenen Aktien wieder an den Verleiher zurück und zahlt diesem eine Leihgebühr.

Dieses Geschäftsmodell beinhaltet aber auch das Risiko, dass die verkauften Aktien zu einem höheren Kurs zurückgekauft werden müssen.

So hatten sich Hedgefonds, GameStop-Aktien geliehen und dann verkauft, beispielsweise für 3 Dollar. Sie rechneten mit fallenden Kursen und wollten die Aktien vielleicht zum Kurs von 2 Dollar oder tiefer zurückkaufen, um sie anschließend an ihre Verleiher zuzüglich einer Leihgebühr zurückzugeben. Kosten außer Acht gelassen, hätte der Gewinn bei diesem Beispiel-Geschäft, wenn dieses erfolgreich verlaufen wäre, rund 50 Prozent Gewinn für die Leerverkäufer erbracht.

Diese Hedgefonds, die die GameStop-Aktien leerverkauften, machten allerdings ihre Planungen ohne Kenntnis der Marktmacht der Kleinanleger. Durch deren abgesprochenes Kaufverhalten, trieben diese den Kurs der Aktie in die Höhe und die Hedgefonds waren gezwungen, die verkauften GameStop-Aktien wesentlich teurer zurückzukaufen. Bisher sind in diesem Zusammenhang Verluste der Hedgefonds von rund 71 Milliarden Dollar bekannt geworden.

Als dann einige Mitglieder der „WallStreetBets-Kleinanleger“ publizierten, sie wollen durch Silberkäufe den Preis der Unze von 25 Dollar auf 1000 Dollar explodieren lassen, fand das in den Medien ein beachtliches Interesse.

Es konnten auch innerhalb weniger Stunden erhebliche Silberkäufe festgestellt werden. Dem größten US-Silber-Trust SLV flossen an nur einem einzigen Tag 943 Millionen Dollar zu und er musste 34 Millionen Unzen physisch erwerben. Das ist für die Anlagegattung „Physisches Silber“ ein gewaltiges Volumen.

Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr belief sich die weltweite physische Silber-Anlagemenge auf nur 215,8 Millionen Unzen. Somit kamen gleich am ersten Tag der Kleinanleger-Ankündigung 15,7 Prozent der letztjährigen gesamten weltweiten Silber-Investment-Nachfrage zur Anlage – und das in nur einem einzigen Silber-Trust!

Sieben Handelstage mit einem ähnlich hohen Anlagevolumen würden ausreichen, um das gesamte weltweite physische Silber-Anlagevolumen aus dem Jahr 2020 zu übertreffen!

Der Silberpreis sprang aufgrund dieser Käufe innerhalb von drei Tagen von 25 Dollar auf 30 Dollar. Das war ein Anstieg von 20 Prozent. Mittlerweile kam der Kurs auf 27 Dollar pro Unze zurück. Dies ist ein normales Preisverhalten. Es besteht beim Silberpreis ungeachtet dessen, eine hohe Wahrscheinlichkeit auf extreme Preisanstiege!

Wie oben erwähnt, flossen an einem einzigen Tag 943 Millionen Dollar in nur einen einzigen Silber-Trust, der damit physisches Silber kaufen musste. Bezogen auf die Gruppierung von 7,4 Millionen Kleinanleger, wäre das ein durchschnittlicher Anlage-Betrag von nur 127,43 Dollar pro Person. Da werden in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich noch viele weitere Dollar hinzukommen!

Durch diese Aktion und entsprechende Berichterstattung der Medien, geriet Silber in den Fokus vieler Anleger, die bisher vermutlich nie über Investments in physisches Silber nachdachten. Diese werden den Silberpreis beobachten und je mehr dieser steigt, desto mehr wird der Kapitalstrom zunehmen.

Das wird zu einer deutlichen Verknappung des physischen Metalls führen und den Silberpreis weiter anschieben.

2. Silber erzielte im letzten Jahr schon eine gute Wertsteigerung

Die Wertentwicklung von Silber im Jahr 2020 kann sich mit allen wichtigen Anlageklassen messen lassen.

In USD gerechnet, stieg der Wert des Metalls binnen eines Jahres um 46,8 Prozent

Da konnte selbst der Nasdaq, der Index der weltweit führenden Technologie-Unternehmen, nicht ganz mithalten.

 

 

 

 

 

Wie schon mehrfach darauf hingewiesen, war Silber über viele Jahre extremst unterbewertet. So er-schien am 18. Juni 2020 der SWM-Newsletter-Report mit dem Titel: „Die Jahrhundert-Chance mit Silber!“ Im Juli 2020 explodierte dann der Preis von 17,68 USD auf 26,30 USD. Das waren 48 Prozent in nur einem Monat. Die gesamte Jahresperformance wurde somit im Juli 2020 erzielt.

Als Anleger würde man sich wünschen, dass das gekaufte Anlagegut Tag für Tag ein bisschen mehr wert wird. Das ist leider ein unrealistisches Wunschdenken. Letztes Jahr im Juli gab es ein paar Tage mit überdurchschnittlich hoher Wertsteigerung. Diese waren ausschlaggebend für die gute Wertentwicklung im gesamten Jahr 2020. Diese Phänomen kann sehr häufig beobachtet werden, egal um welches Anlagegut es sich handelt.

3. Silber – Angebotsverknappung im Jahr 2020

Die Fördermengen der Silberminen sind seit 2015 rückläufig – siehe Tabelle:

Wurden im Jahr 2015 noch 893 Millionen Unzen Silber abgebaut, waren es im letzten Jahr nur noch 798 Millionen. Auch die Menge an recyceltem Silber kann seit Jahren nicht gesteigert werden. Sie lag mit 169 Millionen Unzen im letzten Jahr etwa 33 Millionen Unzen niedriger als noch in 2011.

In Summe führte das im Vergleich zu 2019 zu einer Angebotsverknappung um vier Prozent, von 1.023 Millionen auf 978 Millionen Unzen.

4. Die Industrie- und Schmucknachfrage ging im Jahr 2020 zurück

Neben der Fördermenge ist vor allem die Industrie-Nachfrage ein wichtiger Preisfaktor. Im Gegensatz zu Gold entfällt bei Silber der größte Teil der Nachfrage auf die Industrie. Diese ging aufgrund von weltweiten Lockdown-Maßnahmen um sieben Prozent zurück, ebenso die Nachfrage der Schmuckindustrie.

5. Investoren waren die Silber-Preistreiber in 2020

Aufgefangen wurde die geringere Nachfrage aus Industrie und den anderen Sektoren, die in obiger Tabelle aufgelistet sind, durch Kapitalanleger. Investoren haben einen großen Einfluss auf den Silberpreis und sie waren in 2020 die größten Preistreiber.

Wurden 2019 noch 186 Millionen Feinunzen physisches Silber nachgefragt, waren es im Jahr 2020 über 215 Millionen Feinunzen. Das ist ein Anstieg um fast 30 Millionen Feinunzen oder 16 Prozent.

Je mehr Menschen dieses Geldsystem verstehen, desto mehr Kapital wird in Silber fließen – natürlich auch in die anderen Edelmetalle und Sachwerte. Sollte dann noch im Zuge einer wirtschaftlichen Erholung die Industrienachfrage anspringen, wird sich das positiv auf den Silberpreis auswirken.

6. Die industrielle Silber-Nachfrage wird sich deutlich erhöhen

Weltweit wird eine sozialistisch-grüne Ideologie entfacht, die dazu führen wird, dass zukünftig weniger Autos mit Verbrennungsmotor gebaut werden. Dafür wird es mehr Elektro- und Hybridfahrzeuge geben.

Welche Fahrzeugtypen verbrauchen mehr Silber? Das durchschnittliche Auto mit Verbrennungsmotor erfordert 15 bis 28 Gramm Silber. In Elektrofahrzeugen werden 25 bis 50 Gramm Silber verwendet und in Hybridfahrzeugen sind es 18 bis 34 Gramm pro Fahrzeug.

Der Bau eines Elektroautos setzt also fast doppelt so viel Silber voraus! Das Silver Institut schätzt, dass der Automobilsektor ab 2025 etwa 90 Millionen Unzen Silber pro Jahr verschlingen wird.

Silber hat hervorragende elektrische Eigenschaften. Das ist ideal für die verschiedenen Bestandteile, die mehr in E-Autos verbaut werden, als in herkömmlichen Fahrzeugen – zum Beispiel Batterien. Silber wird verwendet in Infotainment-Systemen, Navigationssystemen, elektrischer Steuerung, Airbag-Technologie, automatischen Bremssystemen, sowie Sicherheits- und Müdigkeitswarn-Systemen. In den nächsten vier Jahren wird die Automobil-Industrie zum zweitgrößten Nachfrager industrieller Silber-Nutzung werden.

Fast jede ergänzende Automobil-Dienstleistung erfordert den Einsatz von Silber, einschließlich Ladestationen und Ladepunkte für Elektrofahrzeuge.

Die Solarbranche ist der größte Silber-Nachfrager und wird voraussichtlich in den nächsten Jahren weiter wachsen. Pro Solarpanel werden etwa 20 Gramm Silber verbaut. Dieser Bereich verschlingt pro Jahr etwa 96 Millionen Unzen. Hohes Wachstum der Solarkapazität wird in den nächsten Jahren aus China und Indien erwartet.

Auch Atomkraftwerke verwenden Silber. Nicht jedes Land hat eine Regierung, die übers Wochenende eine 180-Grad-Kehrtwende hinlegt, weil Japan von einem Tsunami heimgesucht wurde. Deutschland schaltet seine Kraftwerke ab und kauft Atomstrom in Frankreich und Tschechien. Egal ob man Atom-kraft mag oder nicht, es werden weltweit weiterhin Reaktoren gebaut. Diese erfordern im Durchschnitt etwa 56.000 Unzen Silber.

Kein anderes Metall besitzt diese elektrisch leitende Qualität wie Silber. Der industrieelle Verbrauch wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Eine höhere Nachfrage, wird einen höheren Preis zur Folge haben. Aufgrund all dessen, was in den nächsten vier Jahren zu erwarten ist, wäre es nicht überraschend, wenn sich Silber als einer der Top-Performer aller Anlageklassen herausstellen würde.

7. Die Silber-Investment-Nachfrage wird sich deutlich erhöhen

Steigende Preise werden ständig neue Investoren anziehen. Wenn von der eingangs erwähnten Gruppierung von 7,4 Millionen Kleinanleger jeder im Durchschnitt 1.000 Dollar in Silber investieren würde, läge das gesamte Investitionsvolumen bei 7,4 Milliarden Dollar. Bei einem heutigen Unzen-preis von 27 Dollar beliefe sich die Menge auf 274 Millionen Unzen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr verschwanden weltweit 215 Millionen Unzen in den Tresoren der Silber-Investoren. Insgesamt stand einem Silber-Angebot von 978 Millionen Unzen, eine Nachfrage von 963 Millionen Unzen gegenüber.

Wenn sich nun die Nachfrage um weitere 274 Millionen Unzen erhöhen würde, hätte dies dramatische Auswirkungen auf den Silberpreis. Es ist spannend zu beobachten, ob diese riesige Schar von Klein-anlegern, die immerhin einen Aktienkurs von 3 auf 400 Dollar getrieben haben, auch beim Silber kontinuierlich kaufen werden.

Viele Medien berichteten, dass diese Gruppierung den Silberpreis kaum bewegen kann, weil der Silbermarkt angeblich zu groß sei. Wenn man aber die Zahlen des Silbermarktes analysiert, kommt man zu einem völlig anderen Ergebnis und stellt fest: Der Silbermarkt ist winzig:

a) Eine zusätzliche mögliche Nachfrage von 274 Millionen Unzen der 7,4 Millionen Kleinanleger, könnte nicht befriedigt werden. Diese Silber-Unzen wären nicht verfügbar. Der Silberpreis würde explodieren. Eine Preis-Vervielfachung innerhalb eines Jahres wäre nicht ausgeschlossen! Das hat es übrigens in den letzten 41 Jahren schon zweimal gegeben!

b) Das gesamte Silber-Angebot eines Jahres von 978 Millionen Unzen kostet bei heutigen Preisen von 27 Dollar nur 26,4 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Apple hat derzeit einen Wert von 2.330 Milliarden Dollar. Man bräuchte also 88 Silber-Jahresproduktionen, um Apple kaufen zu können.

8. Das Gold-Silber-Verhältnis wird weiter fallen

Der Kollaps diese Finanzsystems kann nur hinausgeschoben werden, durch ständige Zunahme der Gesamt-Verschuldung. Derzeit springen vor allem die Staaten diesbezüglich in die Bresche.

Dadurch steigt die Geldmenge und zwangsläufig auch der Goldpreis!

Nebenstehend beispielhaft die Entwicklung der US-Staatsverschuldung (rot) und der Goldpreis (schwarz) in den letzten 50 Jahren.

Das Gold-Silber-Verhältnis steht bei 67. Gold kostet aktuell etwa das 67-fache des Silbers. In der Juni-Ausgabe des SWM-Newsletter-Reports beleuchteten wir die „Jahrhundert-Chance bei Silber“. Damals stand das Gold-Silber-Verhältnis bei 100 und wir prognostizerten eine weiter fallende Ratio.

Drei Schlußgedanken:

1. Eine weiterhin steigende Verschuldung ist in  diesem Geldsystem alternativlos!

2. In Folge dessen wird der Goldpreis steigen.

3. In Phasen eines stark steigenden Goldpreises fällt die Gold-Silber-Ratio. Das bedeutet, der Silber-Preis wird noch stärker als  der Goldpreis steigen.

 

 

 

9. Silber hat sehr gute Chancen in diesem Jahr, zumindest um 33 Prozent zu steigen

Dieser Chart bildet den Silberpreis seit 2011 ab. Die jahrelange Bodenbildung unter 20 Dollar pro Unze, wurde im Juli 2020 mit einer Kursexplosion bis auf 30 Dollar abgeschlossen. In 2021 wird sich der Silberpreis nach unseren Erwartungen zumindest in den Bereich um 36 Dollar hocharbeiten. Das wäre von jetzt an (27 Dollar) ein Anstieg um 33 Prozent. Wer dieses Geldsystem verstanden hat, weiß, danach wird es noch viel höher gehen!

Damit sich Anleger mit echten physischen Edelmetallen eindecken können, gibt es das Produkt  „Strategic Eternal Value“!

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