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Sinnvoller Schutz vor Deflation (Fortsetzung)

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Deflation aus Sicht des Mainstream-Ökonomie 

FinanzstrudelIn der „Mainstream-Volkswirtschaftslehre“ bezeichnet man mit dem Begriff „Deflation“ den fortgesetzten Rückgang der Preise auf breiter Front: Nicht nur den Preisrückgang für Konsumgüter, sondern auch den für Häuser, Grundstücke, Rohstoffe und Aktien. Diese Definition von Deflation ist sehr verwirrend, vielleicht ist das ja auch Absicht. Fallende Preise können eine Auswirkung einer schrumpfenden Geldmenge, der Deflation, sein. Sie sind aber nicht die Deflation.

Ökonomen erklären gerne, wenn die Preise fielen, würden die Leute nichts mehr kaufen, sondern ihr Geld bunkern – in der Hoffnung, sich in Zukunft mehr dafür kaufen zu können. Genau dies sei das Schlechte an einer Deflation. Wenn nichts mehr gekauft würde, ginge es auch der Wirtschaft schlecht.

Häufig werden Symptome und Ursachen verwechselt 

Grundsätzlich sind fallende Preise gut, weil man sich dann fürs gleiche Geld mehr leisten kann. Dass dann weniger gekauft würde, stimmt nicht. Im Gegenteil: Wenn sich ein bestimmtes Produkt mehr Leute leisten können, wird es vermutlich auch von mehr Leuten gekauft, sofern es ein sinnvolles Produkt ist, das man auch haben will.

Wurden etwa weniger Handys gekauft, als sie billiger wurden? Oder in früheren Zeiten weniger Computer, Fernseher oder Autos? Nein, sondern die Nachfrage stieg, je weiter die Preise fielen.

Und das ist auch schlüssig: Wenn ich zum Beispiel jetzt ein Handy haben will, dann kaufe ich es mir, sofern ich es mir leisten kann, auch wenn es später eventuell noch billiger werden könnte. Oder fahren wir etwa weniger Auto, wenn der Spritpreis fällt? Und selbst wer mit der einen oder anderen größeren Anschaffung noch etwas warten sollte, weil er auf fallende Preise hofft, der verschiebt den Kauf damit allenfalls, aber bläst ihn nicht gänzlich ab.

Wo liegt also das Problem? 

Fallende Preise können eigentlich der Grund nicht sein, warum Deflation schlecht ist. Was ist es dann? Es ist das, was hinter den fallenden Preisen steht. Denn im Unterschied zur weit verbreiteten Ansicht, sind diese weder die Ursache noch das wesentliche Problem einer Deflation.

Die Ursachen liegen in der Geldmenge 

Denn die Menge an Geld muss ständig wachsen, damit unser System reibungslos funktioniert. Schrumpft sie dagegen, was passieren kann, wenn weniger Kredite neu aufgenommen als gleichzeitig getilgt werden, gibt es ein Problem: Dann steht zum Beispiel nicht mehr genug Geld zur Verfügung, damit alle Schuldner ihre Kredite ordentlich bedienen können.

Zum Bezahlen von Zinsen und Tilgungen braucht man schließlich Geld. Und davon ist nur bei wachsenden Geldmengen immer genügend vorhanden. Bei schrumpfenden Geldmengen werden Schuldner also benachteiligt, da es für sie schwieriger wird, die festgesetzten Raten zu begleichen. Klappt es nicht mit dem Geldmengenwachstum, geht es bergab mit der Wirt-schaft.

Und kommt es ganz schlimm wie in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts, wird daraus sogar eine anhaltende und tiefe Krise. Die große Depression, wie sie damals genannt wurde, ist das einzige Beispiel in der jüngeren Geschichte, in dem die Geldmenge in den USA über längere Zeit hinweg geschrumpft ist. Kein Wunder also, dass die Notenbanken Ähnliches mit allen Mitteln verhindern wollen.

Fallende Preise sind nur ein Symptom des Problems

Denn wenn Schuldner nicht mehr in Lage sind, Kredite zu bedienen, müssen sich die Gläubiger an eventuellen Sicherheiten schadlos halten, etwa an Häusern, Grundstücken oder Wertpapieren. Wenn sie daran aber gar nicht interessiert sind, sondern nur am Geld, werden sie die verpfändeten Güter verscherbeln, so schnell es geht, und damit deren Preise drücken.

Fallen aber die Werte von Sicherheiten, geraten dadurch weitere Schuldner in die Bredouille, so dass daraus leicht eine Abwärtsspirale entsteht, die letztlich zu der ausgemachten Wirtschaftskrise führt, in deren Verlauf immer mehr Menschen arbeitslos werden und sich immer weniger leisten können.

Außerdem schränken diejenigen, die noch Arbeit haben, wegen der unsicheren Aussichten ebenfalls ihre Ausgaben ein. Dies führt dann zu insgesamt fallenden Preisen, die aber nicht das eigentliche Problem darstellen, sondern nur seine Folge sind.

Deflation im Kreditgeldsystem

Weiten Banken ihre Kreditvergabe aus, so steigt die Geldmenge. Schrumpfen die Bankkredite, so schrumpft früher oder später auch die Geldmenge.

In den USA lässt das Wachstum der Bankkredite seit Mitte 2012 merklich nach. So ist der Kreditappetit der Unternehmen gering, und die Hypothekenkredite der Privaten wachsen nicht weiter an. Gleichzeitig sind viele Geschäftsbanken nicht in der Lage, ihre Bilanzen mit zusätzlichen Kreditrisiken zu belasten, weil das Eigenkapital knapp geworden ist. Ähnliches lässt sich im Euroraum diagnostizieren. Aufgrund von Bilanzproblemen schränken Banken ihr Kreditangebot ein. Gleichzeitig nimmt die Kreditnachfrage ab: Unternehmen ziehen es vor, Ausgaben durch eigene Mittel zu finanzieren oder Kreditschulden zurückzuführen.

Was ist nun zu erwarten? 

Genauso wie es namhafte Wirtschaftswissenschaftler gibt, die weiterhin von steigenden Geldmengen ausgehen, gibt es auch solche, die mit schrumpfenden Geldmengen rechnen. Egal ob ein Kreditnehmer seinen Kredit ordentlich tilgt, oder ihn nicht tilgt, weil er pleite ist – in beiden Fällen schrumpft die Geldmenge, wenn nicht neue, höhere Kreditsummen vergeben werden.

Wenn wir unterstellen, die Prognose der zweiten Gruppe würde sich als richtig erweisen, stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Vorbereitung auf die Deflation. Dabei ist ein Rückblick in die Vergangenheit oft aufschlussreich. Die letzte schwere Deflation nennen wir heute noch „Die Weltwirtschaftskrise“ und ihr „Schwarzer Freitag“ ist längst zum Synonym für Bankrott und wirtschaftlichen Ruin geworden.

Während von 1929 bis 1932 sämtliche Vermögensanlagen an Wert verloren, Aktienkurse um über 90 Prozent abstürzten, explodierten die Kurse der Gold- und Silberminenaktien, weil Gold und Silber erheblich an Wert gewannen.

Prof. Fekete, er gehört zur Zunft der Wirtschaftswissenschaftler, die eine Deflation erwarten, schrieb vor  in einem Aufsatz:

„Depression ist nur eine andere Bezeichnung für Kapitalzerstörung; Gold ist die einzige Kapitalform, die immun gegen Zerstörung ist. Wenn alle Bilanzen eines Landes konsolidiert werden (also auch die Staatsfinanzen), dann werden alle liquiden Vermögensanlagen ausgelöscht, DIE EINZIGE AUSNAHME IST GOLD. Gold ist der einzige Vermögenswert, der nicht als Verpflichtung in der Bilanz einer anderen Partei dupliziert wurde.“

Für die anderen Edelmetalle gilt selbstverständlich das Gleiche, da auch hier das Gegenparteirisiko nicht vorhanden ist!

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