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Edelmetalle vor großem Preisanstieg?

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Seit Jahresbeginn ist der Silberpreis um etwa 14 Prozent und der Goldpreis um etwa elf Prozent gestiegen. Wird sich diese Entwicklung in den nächsten Monaten fortsetzen?  Wesentliche Gründe sprechen dafür.

In den letzten Wochen haben verschiedene Großinvestoren verlauten lassen, dass sie in den ersten Monaten diesen Jahres hohe Summen in Gold investiert haben. Ob Soros, Druckenmiller, Singer, um nur drei bekannte Milliardäre und Hedgefonds-Manager zu nennen; sie alle berichteten von ihren milliardenschweren Goldkäufen, weil sie überzeugt sind, dass der Goldpreis am Beginn eines neuen langfristigen Aufwärtstrends steht.

Die drei Milliardäre sehen mit großer Sorge, dass sich die Zentralbanken auf das Drucken von mehr und mehr Geld konzentrieren und zusätzlich negative Zinssätze einführen, um Inflation zu erzeugen. Gold ist seit Jahrtausenden bewährtes Geld – vor allem in Phasen, in den die Währungen mutwillig zerstört werden.

Und wie steht es mit Silber? Die Vergangenheit zeigt: In Zeiten, in denen sich Gold gut entwickelt, steigt der Silberpreis noch stärker!

Gold-Silber-Ratio

Gold-Silber-Ratio

Die Gold-Silber-Ratio gibt den Goldpreis nicht in einer Fiatwährung, wie Euro oder Dollar, sondern in Silberunzen an. Eine  Gold-Silber-Ratio von derzeit 75 sagt somit aus, dass eine Unze Gold soviel kostet wie 75 Unzen Silber.

Legt man die Gold- und Silber-vorkommen in der Erdkruste zu Grunde, ergibt sich ein natürliches Verhältnis von 17,5 zu 1.

Es gibt rund 17-mal mehr Silber als Gold und somit müsste die Gold-Silber-Ratio eigentlich im Bereich von 17 stehen. Das war auch über viele Jahrhunderte der Fall.

In den letzten 20 Jahren schwankte das G/S-Verhältnis zwischen 33 und 84. Im obigen Chart sieht es danach aus, als hätte vor einigen Wochen wieder ein Trendwechsel stattgefunden, nachdem das G/S-Verhältnis fast vier Jahre lang gestiegen war.

Was würde eine Trendwende beim G/S-Verhältnis bedeuten?

In der Vergangenheit ist in Zeiträumen, in denen der Goldpreis (in USD) stark anstieg, der Silberpreis noch viel mehr gestiegen. Das Gold-Silber-Verhältnis nahm also ab – siehe Ent-wicklung von 2009 bis 2011. In den letzten vier Jahren hatten wir die gegenläufige Preisrichtung: Der Goldpreis (in USD) fiel, der Silberpreis gab noch mehr nach  und die G/S-Ratio stieg von 33 auf 84.

Wenn die eingangs erwähnten Großinvestoren recht behalten und der Goldpreisanstieg weitergeht, wird der Silberpreis vermutlich etwa doppelt so stark steigen, da sich die Gold-Silber-Ratio wahrscheinlich wieder auf circa 40 halbieren wird. Sie könnte aber durchaus noch tiefer fallen. Der natürliche Wert liegt, wie oben erwähnt, bei 17 und bei dem großen Preisanstieg der Edelmetalle 1979 bis Anfang 1980 wurde dieses Niveau tatsächlich wieder erreicht: Eine Silberunze kostete damals in der Spitze 49 Dollar und eine Goldunze 850 Dollar.

Wie weit könnten die Gold- und Silberpreise ansteigen? Es gibt nicht wenige Experten, die prognostizieren Silberpreise von über 300 Dollar pro Unze und Goldpreise von über 5.000 Dollar je Unze. Das wäre das 18-fache (Silber) und 4-fache (Gold) der aktuellen Preise!

Wir wollen diese Prognosen mit einfachen Plausibilitätsüberlegungen abgleichen:

  1. US-Staatsschulden: 22-fach

US Staatsschulden

Im ersten Quartal des Jahres 1980 beliefen sich die Gesamtschulden der Vereinigten Staaten auf 863 Milliarden Dollar. Die Fed und die US-Regierung haben seitdem unbeirrbar an ihrem Kurs festgehalten: Die Fed hat Geld gedruckt und der Staat hat ständig neue Schulden aufgenommen.

So sind die US-Staatsschulden bis heute kontinuierlich auf 19,2 Billionen Dollar angewachsen. Die Gesamthöhe der US-Staatsschulden sind seit 1980 auf das 22-fache gestiegen.

  1. US-Rentenmarkt: 25-fach

US Rentenmarkt

  1. 1980 hatte die Gesamtheit aller US-Rentenfonds und Pensionspläne einen Wert von 991 Milliarden Dollar.Bis Ende 2014 hatte sich der US-Rentenmarkt auf etwa das 25-fache erhöht und war auf 25,4 Billionen USD gestiegen.

 

 

 

 

    1. US-Aktienmarkt: 21-fach

    Der Anstieg des Dow-Jones-Index von 865 Punkten im ersten Quartal 1980 auf den aktuellen Kursstand von etwa 18.000 Punkten basiert zum Teil auch auf dem enormen Schuldenwachstum. Der Dow Jones ist also auf das 21-fache gestiegen, während die US-Staatsschulden auf das 22-fache und der US-Rentenmarkt auf das 25-fache angewachsen sind.

    Dagegen ist der Goldpreis heute nur etwa 50 Prozent teurer als vor 36 Jahren und der Silberpreis hat sich sogar gedrittelt.

    1. Gold: 1,5-fach

    Als der Dow-Jones-Index am 21. Januar 1980 bei 872 Punkten stand, notierte eine Unze Gold bei 850 Dollar. Heute, 36 Jahre später, kostet das Gold nur das 1,5-fache.

    1. Silber: Kursdrittelung seit 1980

    Silberpreis

    Am 21. Januar 1980 kostete eine Unze Silber 49 Dollar. Heute etwa 16,50 Dollar. 

    1. Platin und Palladium 

    Platin kostet heute mit 987 USD etwa soviel wie 1980 (1.045 USD pro Unze) und Palladium ist heute mit 546 Dollar pro Unze auch nur 64 Prozent teurer als Anfang 1980 (332 USD je Unze). Edelmetalle haben eine großes Preis-Aufholungspotential. 

    1. Unterbewertung

    Beim Betrachten dieser Zahlen, drängt sich der Eindruck auf, dass die Edelmetalle heutzutage extrem unterbewertet sind.

    Die US-Staatsschulden wachsen etwa mit 9 Prozent pro Jahr. Ein jährliches Wachstum von 9 Prozent führt nach 36 Jahren zu einer Ver-22-fachung. Die US-Geldmenge M 2 hat seit 1980 um ca. 6 Prozent p.a. zugenommen. Ein jährliches Wachstum von 6 Prozent führt nach 36 Jahren zu einer Ver-8-fachung. Wenn wir die Gold- und Silberpreise von Anfang 1980 als Basis nehmen und die Wachstumsrate der US-Geldmenge M 2 zugrunde legen, müsste Silber  heutzutage bei 400 USD pro Unze und Gold bei 6.800 USD pro Unze notieren.

    Unterstellen wir für die letzten 36 Jahre eine moderate Teuerungsrate von 4 Prozent pro Jahr, so errechnet sich ein Preisfaktor von 4,1 gegenüber den Preisen von 1980. Eine kleine Plausibilitätsprüfung: 1980 kostete eine Maß Bier auf dem Münchner Oktoberfest 4,80 DM (2,40 €), im letzten Jahr 10,20 Euro – das ergibt einen Preisfaktor von 4,25. Das Bier hat sich also in den letzten 36 Jahren um etwas mehr als 4 Prozent pro Jahr verteuert.

    Bezogen auf unsere Gold- und Silberbewertung bedeutet das: Eine Silber-Unze müsste heute etwa 200 USD und eine Gold-Unze 3.400 USD kosten, wenn wir eine Teuerungsrate von 4 Prozent pro Jahr unterstellen.

    An diesen beiden Rechenmodellen erkennt man sehr deutlich, wie extrem niedrig die heutigen Edelmetallpreise im Vergleich zu denen von 1980 sind. Somit erscheinen die oben erwähnten Prognosen von 300 Dollar für die Silber-Unze und  5.000 Dollar für die Gold-Unze keineswegs zu hoch, sondern nachvollziehbar.

    Seit 6 Jahren sind Notenbanken Nettokäufer von Gold

    Nicht nur Hedgefondsmanager kaufen im großen Stil Gold. Bekanntermaßen gibt es seit Jahren einige Zentralbanken, die fleißig Gold kaufen, insbesondere außerhalb der westlichen Hemisphäre. China, Russland, Türkei und Kasachstan stocken ihre Goldbestände regelmäßig auf und werden in diesem Jahr womöglich noch größere Mengen des Edelmetalls erwerben, als in den Jahren zuvor. Den Schätzungen des World Gold Council zufolge werden die staatlichen Netto-Goldkäufe im laufenden Jahr rund 600 Tonnen betragen.

    China ist seit Jahren der größte Gold-Förderer und Gold-Käufer

    Offiziellen Angaben zufolge besitzt China seit Jahren einen Goldbestand von nur 1.778 Ton-nen. Das einzige was wir sicher wissen: Diese Zahl kann nie und nimmer stimmen. China besitzt viel mehr Gold, als es zugibt. Es gibt nicht wenige Goldexperten, die glauben, dass die Chinesen mittlerweile mehr Gold als die Amerikaner haben könnten.

    Mit den Goldkäufen sichern die Chinesen ihre Bestände an US-Staatsanleihen ab. Die chinesischen Devisenreserven belaufen sich derzeit auf 3,2 Billionen Dollar.  Zwei Billionen davon sind Dollarreserven und diese bestehen wiederum größtenteils aus US-Treasuries.

    Die Chinesen müssen befürchten, dass die USA sich mittels der Inflationierung ihrer Wäh-rung, einen Weg aus ihrem Schuldenproblem bahnen möchten. Historisch gesehen war das schon immer eine der Möglichkeiten, um sich von der Schuldenlast zu befreien. Als Besitzer von US-Staatsanleihen in Höhe von zwei Billionen US-Dollar, hoffen die Chinesen natürlich auf einen starken Dollar.

    Wenn die USA die Inflation bekommen, die sie wollen, und der Wert der Treasuries sinkt, wird der Wert des Goldes steigen. Folglich kaufen die Chinesen Gold als Absicherung.

    JP Morgan hat riesige Silbermengen aufgekauft

    In den vergangenen fünf Jahren ist eine ganz spezielle Entwicklung bekannt geworden:

    Die größte Bank der USA, JP Morgan Chase, begann im Jahr 2011, enorme Mengen an physischem Silber zu horten, und setzt diese Käufe bis zum heutigen Tag fort. Experten schätzen, dass die Großbank mittlerweile zwischen 400 und 500 Millionen Unzen Silber eingesammelt hat. Sie verfügt damit über die größten Silbervorräte, die sich in der Geschichte je in Privatbesitz befanden. Diese Entwicklung könnte dazu führen, dass der Silberpreis in Zukunft viel höher steigen wird, als wir uns alle vorstellen können.

    Wann immer JP Morgan eine große Investition tätigt, geschieht das natürlich mit dem Ziel, mit dieser Anlage so viel Profit wie möglich zu erzielen. Die Großbank befindet sich nun in einer Position, in der sie außerordentlich von einem Anstieg des Silberpreises profitieren würde. Gleiches gilt daher auch für alle Investoren, die in ihrem Edelmetalldepot einen großen Silber-Anteil halten.

    Wie kommt es nun, dass JP Morgan hunderte Millionen Unzen physischen Silbers angehäuft hat? Es begann mit der Finanzkrise von 2008, als JP Morgan die insolvente Investmentbank Bear Stearns übernahm, die bis dahin die größten Leerverkäufe am Silbermarkt der New Yorker Terminbörse COMEX getätigt hatte. JP Morgan trat ohne Umschweife in die Fußstapfen von Bear Stearns als größter Manipulator der Edelmetallmärkte.

    Die Strategie der Bank bestand darin, Silber-Futures an der COMEX zu shorten, also „Papier-Silber“ zu verkaufen, um somit den Silberpreis zu drücken. Da der COMEX-Silberkurs auch über den Preis für physisches Silber auf der gesamten Welt entscheidet,  konnte JP Morgan anschließend ungeheure Mengen physischen Silbers zu lächerlich geringen Preisen einsammeln.

    Wenn der Silberkurs eine seiner unkontrollierbaren Preisexplosionen startet, könnte sich der Wert dieser Reserven um 100 Milliarden Dollar oder sogar noch mehr erhöhen. Selbst bei einem Anstieg des Silberpreises um nur 2 Dollar kann JP Morgan bereits einen Gewinn von  1 Milliarde Dollar verbuchen.

    Warum werden die Edelmetallpreise in die Höhe schießen?

    Investoren werden massenhaft Edelmetalle kaufen, weil es sich dabei um echte Vermö-genswerte handelt, die nicht durch Schulden gedeckt sind. Edelmetalle haben kein Gegenparteirisiko. Das Gegenparteirisiko der meisten Anlageprodukte ist die enorme Verschuldung.

    Der Schuldenberg der Staaten wird infolge der unverminderten Haushaltsdefizite weiter wachsen. Die Zentralbanken werden fortfahren, Staatsschulden mit neu aus dem Nichts geschaffener Währung aufzukaufen und diese Maßnahme beschönigend als “quantitative Lockerungen” bezeichnen.

    Weltweit verlieren die Menschen das Vertrauen in das herrschende System. Rund um den Globus flammen Krisen und Konflikte auf. Alle Marktteilnehmer haben mit der übermäßigen Schuldenlast zu kämpfen, Privatpersonen ebenso wie Regierungen und Unternehmen.

    Die derzeitige Geld-, Währungs- und Finanzpolitik ist ungeeignet, die strukturellen Probleme zu beseitigen, welche sich im Laufe der Jahrzehnte aufgrund des bestehenden Geldsystems zunehmend ausgeweitet haben. Der Wert vieler Finanzanlagen mit Gegenparteirisiko wird in sich zusammenbrechen, während die Edelmetallpreise, in Fiatwährungen gemessen, dann vermutlich in unvorstellbare Höhen steigen werden.

    Fortsetzung folgt!

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